24 Stunden Pflege

Das Thema 24-Stunden-Pflege erfährt in den letzten Monaten einem immer hören Interesse, sobald Angehörige sich mit dem Thema Pflege für ihre Angehörigen auseinander setzten müssen. Genau so groß wie da Interesse sind aber auch die Fragen die aufkommen. Erfahren Sie hier alle zu dem Thema, was ist der Unterschied zwischen Pflege und Betreuung? Welche Leistungen werden dort erbracht?

Was bedeutet 24-Stunden-Pflege?

Für eine umfassende Art der Betreuung und Versorgung von Angehörigen wird sowohl der Begriff „24-Stunden-Betreuung“ als auch der Begriff „24-Stunden-Pflege“ verwendet.

Der Begriff 24-Stunden-Betreuung beinhaltet überwiegend Unterstützungsleistungen durch eine Hilfskraft im Haushalt und bei der Körperhygiene. Des weiteren betreut Sie den Betroffenen tagsüber, begleitet ihn zum Arzt oder macht Besorgungen oder Ausflüge. All diese Leistungen fallen in den Aufgabenbereich einer sogenannten 24-Stunden-Betreuung. Diese kann sowohl von Angehörigen, Freunden, Bekannten oder durch Pflegedienste und privat organisierte Betreuungspersonen (z.B. aus dem Ausland) geleistet werden. Zum Thema Betreuungs-/Pflegekräfte aus dem Ausland haben wir einen extra Artikel verfasst, diesen finden Sie hier.

Sie benötigen 24h Pflege?

Der Begriff „24-Stunden-Pflege“ legt den Fokus auf pflegerische Leistungen, die praktisch nur im Rahmen der Intensivpflege in vollem Umfang rund um die Uhr geleistet werden können. Diese Tätigkeiten können auch nicht mehr durch eine Hilfskraft ausgeführt werden sondern ausschließlich durch professionelle Pflegekräfte geleistet werden.

Da im Zusammenhang mit der Rund-um-die-Uhr-Betreuung meistens beide Begriffe genannt werden, werden im folgenden Artikel auch beide Bezeichnungen verwendet. Das gleiche gilt für die Bezeichnung „Pflegekraft“. Diese ist in diesem Fall nicht immer korrekt, da die meisten Ausländischen Pflegekräfte, die in deutschen Haushalten ältere Menschen betreuen, keine examinierten Pflegekräfte sind, sondern vielmehr Betreuungspersonen bzw. Hilfskräfte. Da sich aber auch in diesem Zusammenhang die Bezeichnung „Pflegekraft“ etabliert hat, wird dieser Begriff verwendet.

Was ist die 24-Stunden-Betreuung?

Im Rahmen einer 24-Stunden-Pflege bzw. Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu Hause, lebt die betreuende Hilfskraft üblicherweise im Haus oder in der Wohnung zusammen bei dem Pflegedürftigen und ist rund um die Uhr vor Ort. Somit wird eine intensive und umfängliche Betreuung für den Senior gewährleistet. Diese Art der Betreuung ist in vielen Fällen die einzige Alternative zum Pflegeheim.

Diese umfassende Pflege ist aufgrund der hohen Kosten nicht finanzierbar. Daher wird oft als Ersatz der deutschen Betreuungskräften auf günstigere Arbeitskräfte aus Osteuropa zurückgreifen. Die Nachfrage nach Pflegekräften aus Osteuropa steigt. Daher hat sich auch die „polnische Pflegekraft“ als Synonym einer 24-Stunden-Betreuungperson etabliert. Lesen Sie auch mehr zum Thema "Pflegekräfte aus Osteuropa" in einem unserer Artikel. Klicken Sie hier.

Mit 24-Stunden-Betreuung oder 24-Stunden-Pflege zu Hause verbinden die meisten Menschen eine bestimmte Form der Betreuung: Die Pflegekräfte wohnen in Deutschland im Haushalt älterer Menschen, um sie pflegerisch und hauswirtschaftlich zu versorgen, zu betreuen und sie zu unterhalten.

Dies bedeutet aber nicht, dass die Pflegekraft rund um die Uhr arbeiten dürfen. Die maximale zulässige Wochenarbeitszeit für Angestellte ist auch hier durch das Arbeitsschutzgesetzt auf 60 Stunden pro Woche beschränkt. Der Begriff „24-Stunden-Betreuung“ oder „24-Stunden-Pflege“ steht vielmehr sinnbildlich für den Umfang der Betreuung sowie die Rufbereitschaft rund um die Uhr. Zutreffender wäre der Begriff „Betreuung in häuslicher Gemeinschaft“ (BihG). Dieser ist jedoch noch nicht im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert.

Welche Leistungen erbringt eine 24-Stunden-Pflege/Betreuung?

Die Leistung einer 24-Stunden-Pflege und Betreuung kann in verschiedene Kategorien aufgeteilt werden. Diese beinhalten hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Grundpflege, sowie Motivation und Aktivitäten.

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten

Die Betreuungskräfte oder Haushaltshilfen steht der Pflegebedürftigen Person für alle Dinge die im Haushalt anfallen unterstützend zur Verfügung. Zu den hauswirtschaftlichen Leistungen zählt das Reinigung der Wohnung, wobei unter anderem die Arbeiten wie Aufräumen, Putzen, Staubwischen, Reinigen des Flures und der Fenster oder das Waschen der Gardinen dazu gerechnet werden.

Grundpflege

Betreuungskräfte helfen im Rahmen der Grundpflege pflegebedürftigen Menschen bei ihren Grundverrichtungen. Dazu gehören: Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen usw.), Toilettengang (Blasen- und Darmentleerung), Aus- und anziehen, Zubereiten und Aufnahme der Nahrung).Dagegen müssen alle Tätigkeiten der sog. medizinischen Behandlungspflege (z. B. Blutdruckmessen, Kompressionstrümpfe an- und ausziehen, Spritzen geben) durch eine examinierte Pflegekraft z. B. eines ambulanten Pflegedienstes durchgeführt werden. Diese Aufgaben kann und darf die Betreuungskraft nicht übernehmen. Medizinische Behandlungspflege wird vom Arzt verordnet und ist eine Leistung der Krankenkasse. Man braucht dafür keinen Pflegegrad.

Motivation und Aktivitäten

Betreuerinnen gestalten oft einen Alltag, wie ihn die Betreuten zuvor oft schon lange nicht mehr erlebt haben: Ihre fortwährende Anwesenheit kann alte Menschen, die sich möglicherweise bereits resignierend aus der Welt zurückgezogen haben, von Neuem motivieren und vitalisieren.

Folgende Aktivitäten sind möglich: